IMST Projekt (innovationen machen schulen top)

Förderung der Teamfähigkeit durch fächerübergreifenden Projektunterricht mittels einer Trickfilmproduktion

Projektbeschreibung

Im Rahmen des fachpraktischen Unterrichts an der Fachschule für Kunsthandwerk Elbigenalp wurde in fächer- und klassenübergreifender Zusammenarbeit ein Kurztrickfilm in StopMotion-Technik produziert. Die einzelnen Produktionsschritte, bestehend aus Storyboard, Figurenbau, Setaufbau, Bühnenbild, Produktion StopMotion und Nachbearbeitung, wurden dabei von den drei Klassen 1. und 3. Bildhauerei sowie 3. Malerei ausgeführt. Die Vielfältigkeit der Aufgaben ermöglichte eine Verteilung der damit verbundenen Unterrichtsinhalte auf die Unterrichtsgegenstände Entwurf und Gestaltung, Atelier und Produktion sowie Medienlabor. Im Zuge dessen wurden die Schülerinnen und Schüler von vier verschiedenen Lehrpersonen betreut, was eine intensive Absprache und Zusammenarbeit auch unter diesen erforderte.

Ziele auf Schüler/innenebene

Einstellungen:

Den Schülerinnen und Schülern soll bewusst werden und sie sollen erfahren, dass in der konstruktiven Zusammenarbeit ein Potenzial verborgen liegt, mit welchem Aufträge abgewickelt werden können, welche in Einzelarbeit gar nicht oder nur mit enormem Zeitaufwand zu bewältigen sind.

Kompetenzen:

Durch eine konsequente Aufgaben- und Ressortzuteilung und die damit verbundene unerlässliche Kommunikation und Verantwortlichkeit untereinander soll die Teamfähigkeit gestärkt werden.

Ziele auf Lehrer/innenebene 

Einstellungen:

Durch das gemeinsame Hinarbeiten auf ein Ziel mit gelungenem Endprodukt soll ins Bewusstsein gerufen werden, dass lehrer- und fächerübergreifende Zusammenarbeit auch im Lehrkräftekollegium keine zusätzliche Belastung darstellt, sondern den eigenen Unterricht bereichert und damit langfristig die Freude am Beruf steigert und erhält. Das gemeinsame Lehrziel soll den Zusammenhalt stärken und einem „Ausbrennen“ nach langjähriger Berufstätigkeit entgegenwirken.

Kompetenzen:

Die Lehrkräfte sprechen sich regelmäßig über Lehrinhalte, deren Ziele und Termine ab und verbessern dadurch die Koordinierung ihres Unterrichts untereinander, um einheitliche Ziele zu erreichen.

Ergebnisse 

  • Sowohl auf Ebene der Schülerinnen und Schüler als auch auf Lehrpersonenebene spielt der Projektinhalt und der Zweck der Zusammenarbeit die wichtigste Rolle für die Bereitschaft und Motivation zur Zusammenarbeit.
  • Projektzeitdauer und Komplexität müssen daran angepasst werden, wie geübt die Beteiligten in der Teamarbeit sind. Wenn die Schülerinnen und Schüler noch keine oder kaum Erfahrung mit dieser Unterrichtsform beziehungsweise Arbeitsform gesammelt haben, sollten die ersten Projekte überschaubar gehalten werden, gegliedert in drei bis vier Arbeitsschritte. Der Zeitrahmen sollte drei bis vier Wochen nicht überschreiten.
  • Auf gemeinsame Absprachen ist größter Wert zu legen. Das beginnt bei den beteiligten Lehrkräften, welche genau schriftlich festzuhalten haben, wer welchen
  • Bereits innerhalb eines Semesters lässt sich die Teamfähigkeit der Klassenmitglieder positiv beeinflussen. Wichtig dafür ist eine sorgfältige Einführung der Klasse in die Arbeitsweise im Team und die damit verbundene Erarbeitung von Verhaltensregeln, welche die Zusammenarbeit als Basis benötigt. Die Aufgabenstellungen können dann schrittweise erschwert und komplexer gestaltet werden.

Ausblick

Zukünftige Projektarbeiten müssen bezüglich Inhalt und Zweck sowie Durchführungsdauer sehr genau zwischen den Beteiligten abgesprochen und geplant werden, damit sie breite Unterstützung und Anerkennung finden. Dann ist der Nutzen in jeglicher Hinsicht groß. Dieser Nutzen wiederum ist nötig, um die Akzeptanz und die Bereitschaft für vermehrten fach- und klassenübergreifenden Projektunterricht zu steigern und damit mittel- und langfristig die Förderung von Teamfähigkeit als wesentliches Ausbildungsziel an der Fachschule für Kunsthandwerk Elbigenalp zu etablieren.